LEBIB

Regeln & Abläufe für das einzigartige Tischspiel Lebib, inspiriert von Billard.

Aufbau & Ziel

Zwei Spieler sitzen an den gegenüberliegenden kurzen Seiten eines Billard- oder Pooltisches. Jeder platziert vor sich acht Kugeln (die Farben der Kugeln sind egal).

Ziel des Spiels ist, alle eigenen Kugeln in die beiden Löcher des Gegners einzulochen.

Beschreibung des Bildes

Wer fängt an?

Um zu bestimmen, wer beginnt, nimmt ein Spieler eine seiner Kugeln und versucht, diese in eines der gegnerischen Löcher zu rollen. Trifft er, muss der Gegner nachziehen. Treffen beide, wechselt das Ziel zwischen den Löchern, bis einer trifft und der andere verfehlt. Der Gewinner entscheidet, wer beginnt.

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Hier dürfte also der rechte Spieler entscheiden wer beginnt.

In nachfolgenden Partien kann auf das Ausspielen verzichtet werden, hier darf einfach der Gewinner der letzten Partie bestimmen, wer anfängt.

Spielablauf

Zu Beginn jedes Zuges muss der aktive Spieler alle erhaltenen Strafwürfe ausspielen und darf erst dann wählen, ob er einen normalen Wurf oder einen Special Wurf spielt.

Hinweis: Strafwürfe erhält ein Spiele erst, wenn sein Gegner einen Doppelwurf verfehlt (siehe Doppelwurf)!

Vorsicht: Wird die Reihenfolge nicht eingehalten, oder werden Strafwürde vergessen auszuspielen, gilt das als Regelverstoß und somit als sofortige Niederlage!

Normaler Wurf / Strafwurf

Der Spieler nimmt eine Kugel und versucht, sie in ein beliebiges gegnerisches Loch zu rollen.

  • Trifft er, bleibt die Kugel im Loch — der Gegner ist dran.
  • Verfehlt er, bekommt er die Kugel zurück — der Gegner ist dran.
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Special Würfe

Special Würfe bieten Vorteile — Fehlschüsse werden härter bestraft.

Doppelwurf

Der Spieler nimmt zwei Kugeln (eine in jede Hand) und wirft sie gleichzeitig auf die beiden gegnerischen Löcher.

  • Beide treffen → Spieler darf noch einmal werfen (max. 2x hintereinander).
  • Nur eine trifft → Gegner erhält einen Strafwurf.
  • Beide verfehlen → Gegner erhält zwei Strafwürfe.

Hinweis: Nach dem zweiten Doppelwurf in Folge muss ein normaler Wurf gespielt werden und der Zug damit beendet werden!

Refill-Wurf

Eine Kugel wird so gespielt, dass sie mindestens einmal die Bande trifft, bevor sie ins gegnerische Loch rollt.

  • Trifft sie → Gegner erhält alle 8 Kugeln zurück.
  • Verfehlt sie → Der Spieler selbst erhält alle 8 Kugeln zurück.

All‑in

Dieser Wurf darf erst gespielt werden, wenn der Gegner mindestens eine Kugel versenkt hat. Der Spieler wirft alle seine Kugeln abwechselnd auf beide gegnerischen Löcher.

Solange er trifft, darf er fortfahren. Verfehlt er eine Kugel, verliert er sofort.

Optionale Regel: Abwechselnd mit linker und rechter Hand werfen.

Spielende & Shootout

Gewonnen hat, wer zuerst keine Kugeln mehr besitzt. Hat der Startspieler diesen Zustand zuerst erreicht, darf der Gegner einmal nachziehen.

  • Verfehlt der Gegner → Erster Spieler gewinnt.
  • Schafft er es → Es folgt das Shootout.

Shootout

Beide Spieler wählen ein gegnerisches Loch und setzen sich gegenüber. Jeder erhält 5 Kugeln. Der Spieler, der zuerst alle Kugeln loswurde, darf entscheiden, wer Angreifer ist.

  1. Angreifer wirft nacheinander 5 Kugeln auf das gewählte Loch.
  2. Verteidiger darf mit eigenen Kugeln versuchen, abzuwehren.
  3. Trifft der Angreifer oder rollt die Verteidigungskugel ins Ziel, bekommt der Angreifer 1 Punkt.
  4. Nach 5 Würfen wechseln die Rollen.
  5. Bei Gleichstand → neues Shootout.

Sonderregeln

LEBIB

Trifft ein Spieler alle im Spiel geworfenen Kugeln in einem Spiel (hat er also ein perfektes Spiel), dann nennt man das LEBIB. Der Spieler muss direkt nach dem erfolgreichen versenken seiner letzten Kugel laut "LEBIB" sagen, ansonsten bekommt er eine Strafkugel zurück und der Gegner ist dran!

Gängige Spielformate

King of the Table

Mehrere Spieler treten abwechselnd gegeneinader an, dabei bleibt immer der Gewinner einer Partie sitzen und der Verlierer tauscht mit einen der außenstehenden Spieler. Jeder Sieg gibt einen Punkt, der Spieler der zuerst eine vorher abgemachte Punktzahl erreicht hat gewinnt.

Ist ein Spieler zu dominant kann bestimmt werden, dass jeder Spieler maximal 3 mal hintereinander am Tisch bleiben darf.

Varianten

Bisher gibt es noch keine gängigen Varianten.